Kunstverein Tölzer land e.V.

Vernissage "Das pralle Leben" am 09.09.2011

      

"Between here" Sylvia van Drift           Serio Digitalino und Sylvia van Drift 

     

 Fotos: Eva Rathmacher, Jutta Stumböck

 Ausstellung und Vernissage im Augustinum

Sehr verehrte Bewohnerinnen und Bewohner, liebe Gäste, sie hörten das Musikstück gespielt von Peter Elleder am Saxophon.

„Nimm die Zeit, wie sie kommt…“ Unter diesem Titel hat der Künstler und Maler Serio Digitalino die Ausstellung benannt. Und wenn man sie so recht betrachtet, dann erkennt man das Jahresthema „Zeitreise“ in vielen Bildern wieder. In den beiden Malgruppen, die regelmäßig hier im Haus stattfinden, arbeiteten beide Gruppen zu dem Thema.

Die Zeit zwischen Jung und Alt. Die Zeit zwischen alt und neu.

Die unterschiedlichen Epochen der Zeit. Als Reisender die Spuren der Zeit entdecken. Serio Digitalino, geboren 1956 in Matera in Süditalien, lebt seit 1977 in seiner Wahlheimat München. Schon als Schüler entdeckte er seine Leidenschaft und seine Begabung für die Kunst. Er ist ein künstlerisches Allroundtalent. So arbeitet er nicht nur als Künstler. Er ist auch Lehrer für Mal- und Zeichenkurse und Initiator und Vertreter zahlreicher kultureller und künstlerischer Bewegungen: darunter der Kulturverein „Pons Arte“, der Künstlerkreis 83 sowie der Arbeitskreis „Kultur am Hasenbergl, wo er als Herausgeber des Kulturkalenders vom Bezirk 24 beteiligt ist. Dieser liegt übrigens ¼ jährlich immer am Empfang aus.

Aus verschiedenen Formen und Materialen, wie Holz, Gips und Metall entstehen Skulpturen wie hier z.B. „Die Reisende“.

In der Kunst sieht Serio Digitalino eine Möglichkeit, Leichtigkeit und Lebensfreude zu vermitteln und mit Menschen zu kommunizieren. Kunst ist für ihn auch, Lebensfreude darzustellen. Sein Reichtum ist die Kreativität, seine Lust am Experiment mit Farben und Formen, und es ist eine Freude für ihn, auf die Menschen zuzugehen. Durch die Strahlkraft der Farben und den Zusammenspiel von Gegenständlichem und Abstraktem werden in seinen Bildern Freude und Leichtigkeit hergestellt. An der neuen grauen Bilderwand sehen Sie einen Zyklus, den der Maler als „Die Wanderer“ betitelt. Wobei wir wieder bei dem Titel sind, als „Reisender“ die Spuren der Zeit zu entdecken.

Der Wanderer, der die Erde bereist, um Momente dieser Zeitphänomene festzuhalten. Beim Betrachten der Bilder entdecken Sie überall den Anfangsbuchstaben „A“, der die Bedeutung für ATEM geben soll. Die Natur ist beweglich, sie atmet, was der Mensch hinterlässt, ist ein Struktur, die immer wieder zu erkennen ist.

Bevor ich zu den Kursteilnehmern übergehe, hören wir ein Musikstück von Peter Ellert mit seinem Saxophon:

Die vielen Werke, die Sie hier im Foyer noch betrachten können, stammen allesamt von einer Gruppe Kursteilnehmerinnen, die seit Februar 2003 den Malkurs besuchen. Es sind Gertraud Albrecht, Helga Tichy, Karin Langhof und Traudl Herzensfroh.

Wenn Sie durch die Glastür weiter gehen, folgen Bilder von Herrn Rainer Schmidt, der vor einem Jahr das Malen als Hobby entdeckt hat und eine Liebe zu Bob Ross, dem amerikanischen Maler und Fernsehstar, entwickelt hat. In zahlreichen Fernseh-Malkursen hat Bob Ross mit ruhiger, sanfter Stimme Zuschauer motiviert, darunter auch Herrn Schmidt, selber zum Pinsel zu greifen und seine ganz persönliche Welt, in der alles erlaubt ist, mit Ölfarbe auf die Leinwand zu bringen.

Dahinter sehen Sie Werke der hauseigenen Malgruppe, die seit Oktober 2005 unter der Leitung von Herrn Digitalino arbeitet. In diesem Kurs sind Iddem Schreckenberger, Katharina Eberhagen, Erna Waidmann, Maria Schierl, Elfriede Richter, Maria Krug und Lieselotte Götz vertreten. Und wie Sie sehen, sehr verehrte Damen und Herren, sind im Laufe der Zeit Bilder entstanden, die die Zeit zwischen Jung und Alt wieder wach werden lassen. Durch die Verbindung realistischer Darstellungen und Stillleben kommt eine Kreativität zum Vorschein, die Form und Farbe wieder spiegelt. Bei allen Malerinnen und Malern kann man mit Verlaub sagen, dass sie nicht nur einiges gemeinsam erleben, sondern gegenseitig die Kraft geben, hier und heute etwas geleistet zu haben.

Die Kunst ist nicht nur Leistung, sie ist eine Lebensäußerung, zu gleich ein Kommunikationsmittel, das Menschen auf der ganzen Welt berühren kann.

Die Kunst ist Realität von gestern und morgen, so die Worte von Serio Digitalino.

Bevor Peter Ellert uns wieder auf sein Saxophon begleitet, erkläre ich hiermit die Ausstellung für eröffnet und lade Sie herzlich ein, mit einem Gläschen Sekt die Bilder auf sich wirken zu lassen.

Gisela Wolff Kulturreferentin

      

     

 

atelier/galerie patrizia zewe, München

http://patriziazewe.blogspot.com/

Ausstellung christoph marek - malerei & grafik

  

Ausstellung im Autoren Galerie 1 Fotos von Patrizia Zewe

"Ausstellung "Bilder, Briefe, Noten LXIX"

     

Serio Digitalino, Claudia Grögler, Hans Friedrich, Frank Kreuder, Patrizia Zewe, Angelika Döring